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Dr. med. Gerd Reuther im Interview - «Riskanter Schutz›» 300 Jahre Immunisierungsversuche

26. Februar 2026 von Torsten Engelbrecht

Gerd Reuther ist nicht nur Radiologe, Medizinhistoriker und einer der bekanntesten Kritiker der «Virusjäger» in Deutschland, auch ist er Buchautor.

Sein neuestes Werk trägt den Titel «Riskanter Schutz». Darin hat er 300 Jahre Impfgeschichte akribisch und kritisch aufgearbeitet. Kernthese: «Vergessen Sie alles, was sie über die Vergangenheit des Impfens zu wissen glauben.» TTV und TN haben ihn dazu interviewt, und zwar etwa zu folgenden Themenfeldern:

Wie kam es, dass er als Mediziner mit einer klassischen Ausbildung bereits lange vor der «Corona-Zeit» Impfungen kritisch gegenüberstand?

Hatte er damit gerechnet, dass die «Virusjäger» COVID so knallhart durchziehen würden – mit Lockdowns, einer Maskenpflicht sogar für Kinder und einer de facto Impfpflicht?

Warum jetzt dieses Buch «Riskanter Schutz», wo es doch schon so viele kritische Bücher übers Impfen gibt, in denen die Sinnhaftigkeit von Impfungen mal mehr mal weniger fundamental in Frage gestellt wird?

Wenn die Menschen an schreckliche Viruskrankheiten denken, kommen ihnen wohl am ehesten neben der Pest, der Spanischen Grippe und Polio die Pocken in den Sinn.

Dazu schreibt Reuther in seinem Buch, sie hätten «zu keinem Zeitpunkt und in keinem Land die Allgemeinheit gefährdet», und die hohe Mortalität sei statistisch fragwürdig. RKI und WHO gehen aber davon aus, dass Pocken über Jahrhunderte eine der tödlichsten Infektionskrankheiten waren – mit teils hohen Sterblichkeitsraten, besonders bei Kindern. Was hält er dem entgegen?

Auch die offizielle Sicht zu Polio greift er fundamental an. So heißt es in seinem Buch, bei Polio habe «nichts für eine Infektion» gesprochen, und Polio sei auch ohne Impfung verschwunden.

Doch wie substanziell kann dies sein, wo selbst Donald Trump, der immerhin den Impfkritiker Robert F. Kennedy als Gesundheitsminister installiert hat, im Herbst 2025 eine regelrechte Lobeshymne auf den Polio-Impfstoff sang und sogar so jemand wie Michael Palmer, Mediziner und Mitglied der Gesellschaft der Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie (MWGFD), bei Polio fest an das Virus-Dogma und die Sinnhaftigkeit der Impfung (worüber TN mit ihm einen ausführlichen Disput geführt hat)?

Reuther beruft sich auch auf Gerhard Buchwald und dessen Buch «Impfen: Das Geschäft mit der Angst». Daraus geht hervor, dass sie sogenannten Infektionskrankheiten bereits um 99 Prozent zurückgegangen waren, bevor die Massenimpfungen eingeführt wurden. Medizinhistoriker halten dem aber entgegen, dass zwar Hygiene, Ernährung und Wohnverhältnisse die Mortalität gesenkt hätten, nicht jedoch zwingend die Inzidenz – und dass Impfungen vor allem schwere Verläufe verhinderten.

Kürzlich erschien ein Werk auf Deutsch mit dem Titel: «Ist eine Erkältung ansteckend?» Darin legt ein gewisser Daniel Roytas ausführlich dar, was Kritiker der Keimtheorie bereits umfassend beleuchtet haben: Historische Ansteckungsversuche scheiterten durchweg, sogar bei der sogenannten Spanischen Grippe, und die Annahme viraler Ansteckung sei empirisch unhaltbar. Reuther bläst ins gleiche Horn. Auf welcher Grundlage?

Ein nicht unerheblicher Teil der Kritikerszene gehören zur «No-Virus-Proof-Fraktion» oder kann zumindest dem Gedanken etwas abgewinnen, dass bestimmte Viren oder gar Viren generell als «böse» und von außen attackierende, potenziell tödliche Partikel nie nachgewiesen worden sind (siehe hier, hier und hier).

Damit ließen sich auch viele Ungereimtheiten der Hypothese von den sinnvollen Impfungen erklären. Wie sieht er das?

Reuther spricht von «Impfstoffen als ‹Black Box›». Impfungen seien ein «Blindflug» und voller biologischer und chemischer Verunreinigungen. Moderne Impfstoffe unterliegen jedoch strengen regulatorischen Prüfungen, etwa durch das Paul-Ehrlich-Institut oder die European Medicines Agency. Unterstellt er hier systematisches Versagen der Kontrollinstanzen – und sieht er strukturelle Interessenkonflikte im System?

Wie wird es seiner Ansicht nach weitergehen? Werden die «Virusjäger» weiterhin ihre Interessen durchsetzen und so was wie Corona nochmal durchziehen können – oder werden die Kritiker, nicht zuletzt mit Robert F. Kennedy Jr. im Rücken, so etwas zu verhindern wissen?

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