"Ich bin Krisen - Unabhängig" - Die gelebte Alternative

29. April 2026 von Elisa Gratias

Vor 18 Jahren wanderte Michel Jacobi im Alter von 26 Jahren nach Abschluss des Forstwissenschaftsstudiums in die Westukraine aus. Dort begann für ihn ein Leben voller Herausforderungen und Schwierigkeiten, die dazu führten, dass er heute mit seiner Frau und ihren gemeinsamen Kindern sowie großen und kleinen Nutztieren abgeschieden in den Karpaten lebt. Er bewahrte die ukrainischen Wasserbüffel vor dem vorübergehenden Aussterben und erlangte wichtige Erkenntnisse für sein Leben und unsere Gesellschaft.

von Elisa Gratias

Der Appel des Aussteigers Michel Jacobi nach all den Jahren verschiedener Herausforderungen beim Aufbau eines Selbstversorgerlebens in einer abgeschiedenen Gegend in Transkarpatien lautet:

„Hört auf, euch von den Medien verrückt machen zu lassen. Die halten uns mit einer Krise nach der anderen ständig in Angst und Anspannung. Dabei wird am Ende nie so heiß gegessen, wie es gekocht wird.

Das ist keine Verschwörungstheorie, das ist einfach eine alte Strategie: Solange die Leute Angst haben, denken sie nicht mehr an ihre eigenen Ziele, an ihre Familie, an ein freies Leben. Sie bleiben gefangen in der Megamaschine.

Deshalb sage ich euch: Gebt euch eine Auszeit. Gerade jetzt im Frühling, wo alles neu anfängt, ist der perfekte Moment. Dieser Newsletter ist kein weiterer Weltuntergangsbrief. Er ist ein Mutmacher. Eine konkrete Anleitung, wie ihr euch befreien könnt – von der Angst, von der Abhängigkeit, von der ständigen Fremdbestimmung.


Wie ihr mit euren Kindern ein souveränes, glückliches Leben aufbaut. Wie ihr selbst Land bewirtschaftet und euer eigener Herr werdet. Lasst uns gemeinsam aussteigen.“

Im Gespräch mit Elisa Gratias für Manova und Transition TV führt er seine Erkenntnisse aus und gibt viele Hinweise für Menschen, die sich nach Lebendigkeit und Selbstbestimmung sehnen.

Link zur Homepage von Michel Jacobi
https://carpathianbuffalou.wixsite.com/buffalo-preservation

Kommentare

Liebe Gudrun Zepter,
ich habe meinen Ausstieg 20 Jahre lang vorbereitet.
Seitdem ich ein kleines Kind bin, habe ich bei Rüdiger Nehberg Survival Training gelernt, mich mit Tierfotografie beschäftigt und alle Variationen durchdacht, wie ich autark in der Natur leben kann.

Es war extrem mühsam, und ich hatte immer das Sinnbild im Kopf: Ich würde mich mit einem Löffel durch viele Meter dicke Gefängnismauern rauskratzen.
Es gibt einen verkürzten Begriff, der in etwa das beschreibt, was mein mächtigste Werkzeug ist: „Manifestation“. Das soll nicht heißen man braucht sich nur etwas vorstellen, sondern es ist ein extrem vielschichtiger komplexer ganzheitlicher Ansatz.

Das bedeutet auch, dass ich Existenzängste sehr sehr gut kenne. Auch diesen Winter wieder musste ich mich in der Industrie prostituieren, um einen weiteren Sommer hier zu finanzieren. Ihr kommt aus der Schweiz.
Ja ich habe vier Monate lang zum Beispiel im AKW Leibstadt gearbeitet nur um meine Hirten, meine Vertretung und das Heu für meine Tiere in einem schlechten Jahr zu finanzieren.

Ich habe sechs Jahre lang durchgehend gemolken, jeden Tag zwei mal, Auch wenn meine Hände entzündet waren, meine Freunde mich verlachten ich von oben bis unten in Büffel Kacke eingeschmiert nicht mal eine warme Dusche hatte.

Ich lebe seit 2006 durchgehend in etwas, was einem Bauwagen vergleichbar wäre, und habe meine generellen laufenden Kosten auf fast null reduziert, ich arbeite täglich mindestens 12 Stunden und sonntags ist mir ein Graus, parallel habe ich Spenden über YouTube und Facebook gesammelt, mich mit mächtigen Schweiz Organisationen wie der Stabstiftung und reichen individuellen zusammengetan.
Ich habe jegliche Variante genutzt die mir irgendwie Geld eingebracht hat, sogar einmal zwei Jahre lang Malinas in KN PV trainiert.

Das einfachste ist es, sich einer bestehenden Gemeinschaft anzuschließen und die vorhandenen Strukturen zu nutzen. Von guter Konstitution, Gesundheit, Resilienz und geistigen Vermögen zu sein und sich so breit gefächert aufzustellen wie nur irgendwie möglich.

Ich wollte mich keiner Gemeinschaft anschließen, sondern ich habe immer an einer soliden finanziellen Ausstattung gearbeitet, um mein eigenes Ding zu machen. Auch wenn ich mich scheinbar unter Ordner und prostituiert habe, in dem ich arbeiten für Firmen mache, deren Philosophie ich ganz und gar nicht vertrete, bin ich in meinem Lebensentwurf für meine Kinder für meine Frau und meine Tiere. Absolut kompromisslos. Das ist nicht jedermanns Sache, aber die ruthenische Gemeinschaft, in der wir leben macht das genauso.

Michel Jacobi

Ein wundervoller Beitrag. Gerne würde ich mehr erfahren und auf dem Laufenden gehalten werden. Herzlichen Dank!

Der Aufruf aus dem System auszusteigen ist ja g a n z nett, aber ist er realistisch für den ganz normalen Durchschnittsbürger?? Mental, also gedankluch, ja geht .Allerdings braucht man dafür gute gedankliche Alternativen. Also ganz so einfach????
Was Michel Jacobi nicht klar macht - wovon hat er gelebt bei seinem Ausstieg? Woher kamdas Bargeld, das man auch als Selbstversorger braucht, um zu überleben?
Das ist auch gegenwärtlich nicht angesprochen u.geklärt. Kleine Kinder brauchen Dinge, die ich als Selbstversorget nicht herstellen kann. Vielleicht brauche ich mal einen Zahnarzt? oder Klopapier, Waschpulver usw.usw.
Woher bekommen sie Bargeld u.reicht das, rechnet sich die Selbstversorgerei???
Woher bekommen sie den seelisch geist. Input u.haben sie genug Kräfte sich auch diesbezüglich gut zu "ernähren"?? Und zwar beide Frau u..Mann! Es gäbe sehr viele Fragen diesbezüglich ohne die zu klären, scheinr mir das Ganze noch sehr unrealistisch, blauäugig und nur für eine besondere Gruppe zu verwirklichen. Wer gab, oder verkaufte oder verpachtete oder schenkte ihm das Land???
Oh ich hätte einen Sack voll Fragen.
Das Statement, er häbe keine Krisen , halte ich für seehr gefährlich. Ich überblicke mehr!Leben u.weiß das sie kommen, kommen müssen! sie sind die "Knetmaschine" für den "Lebensteig". Und die braucht er auch , sonst bleibt er nicht beweglich. Das wäre für ihn ein
Danke fürs lesen!
Gudrun Zepter

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