Im Gespräch mit Elisa Gratias beschreibt Vasco Kintzel, wie es dazu kam und wie sich die Wahrheit auf sein Leben auswirkt.
Der Begriff „Nazi“ wird heutzutage ohne Scheu für Menschen verwendet, die irgendwie „rechts“ sind, während viele Deutsche die Last des Dritten Reichs auch nach 81 Jahren noch wie einen dunklen Schatten mit sich herumschleppen. Öffentlich wird viel von Aufklärung gesprochen, doch im Privaten sieht das anders aus.
Vasco Kintzel stellte seinen Eltern vor sechzehn Jahren Fragen zu den Großeltern während der Nazi-Zeit. Dabei stieß er auf eine Mauer aus Schweigen und Abwehr. Was mit einem harmlosen Satz bei einem Besuch begann, entwickelte sich zu einer schonungslosen Konfrontation mit Verdrängung, Schuld und Selbsttäuschung.
von Elisa Gratias
Vasco Kintzel recherchierte sechzehn Jahre lang die Geschichte seiner Vorfahren zur Nazi-Zeit und schrieb aus all seinen Erkenntnissen ein packendes Buch, das zeigt, wie die Gräuel des Krieges über Generationen nachwirken und was Aufarbeitung der Geschichte wirklich bedeutet.
Seine Nachforschung bringt ihn dazu, sich den eigenen Familienerzählungen zu stellen: Was wurde erzählt? Was verschwiegen? Und was wird sichtbar, wenn man genauer nachfragt und schlussendlich Akten aus den Archiven der damaligen Zeit in der Hand hält – anstatt wegzusehen?
Leseprobe unter:
https://www.manova.news/artikel/der-gestank-des-schweigens
«Mit der Gestapo am Kaffeetisch» - Nazis als Erbe ... Im Gespräch mit Vasco Kintzel
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